Fulda in Bearbeitung

Mit Hochdruck arbeitet derzeit das Team des Hessischen Städteatlas an der Umsetzung eines Atlasses für die osthessische Metropole.

Atlasarbeit_Fulda_Vollbild.jpg

Werkstatt
Kartographin Melanie Müller-Bering und Historiker Holger Th. Gräf bei der Arbeit

Der Hessische Städteatlas ist eines der zentralen, langfristig angelegten Forschungs- und Publikationsprojekte des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde (https://hlgl.hessen.de/arbeitsgebiete/staedteatlas). Seit 2005 erschienen bislang 17 großformatige Atlanten zu jeweils einer ausgewählten Stadt des Bundeslandes mit umfangreichem Kartensatz und Textheft.
Da sich 2019 die Gründung des Klosters in Fulda (744) zum 1275-mal und die Verleihung der Markt- und Münzrechte (1019) zum 1000-mal jähren, hat sich das Landesamt entschlossen, die Entstehung und Entwicklung der osthessischen Metropole von ihren Anfängen bis in die Gegenwart im Städteatlas aufzuarbeiten. Ideelle und finanzielle Unterstützung erfährt es dabei von Seiten der Stadt Fulda, insbesondere des Kulturamtes bzw. Stadtarchivs und seines Leiters Dr. Thomas Heiler. Selbstverständlich können sich die Bearbeiter Andrea Pühringer, Holger Th. Gräf und Melanie Müller-Bering auch auf die bereits bewährte Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv in Marburg, wo wichtige und umfangreiche Bestände an Karten und Katastermaterial lagern, verlassen. Fulda gehört von seiner Größe, seiner bemerkenswerten Geschichte und seiner kulturellen Bedeutung weit über den heute osthessischen Raum hinaus zu den bislang anspruchsvollsten Atlasprojekten. Auch wenn die handgezeichneten, teilweise lückenhaften und schwer nutzbaren Karten des 18. und 19. Jahrhunderts, die die wichtigste Quellengrundlage darstellen, immer wieder für unliebsame Überraschungen sorgen, wird die fertige Atlasmappe in der zweiten Hälfte des Jubiläumjahres in einer gebührenden Form in Fulda der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Hessen-Suche