Groß gedacht! Groß gemacht? Landgraf Carl in Hessen und Europa

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Monnot Büste
Pierre Étienne Monnot, Büste Landgraf Carls, 1714, Museumslandschaft Hessen Kassel

Landgraf Carl von Hessen-Kassel ist eine Herrscherpersönlichkeit der Frühen Neuzeit, die zahlreiche Facetten verkörperte – als Politiker, Mäzen, Sammler, Visionär und Pater patriae. Erstmals präsentiert eine umfassende Sonderausstellung die gesamte Bandbreite seiner Herrschaft: In den fast sechs Jahrzehnten seiner Regierungszeit gestaltete er die Geschicke der Landgrafschaft Hessen-Kassel, durch die Einrichtung eines stehenden Heeres, die Anwerbung hugenottischer Flüchtlinge und durch sein universales Interesse an den Wissenschaften und Künsten. Seine Ambitionen gingen noch weit über das Realisierte hinaus, und obgleich viele seiner Ideen nie umgesetzt wurden, sind sie dennoch in Plänen und Auftragswerken detailliert nachvollziehbar. Zugleich verankerte er durch seine geschickte Politik Hessen-Kassel im europäischen Machtgefüge und sicherte seinem Land eine prosperierende Zukunft.
Die Ausstellung wird vom 16. März bis 1. Juli 2018 im Museum Fridericianum in einem umfassenden Rundgang mehrere hundert Objekte aus allen Gattungen präsentieren, darunter persönliche Gegenstände von Carl und seiner Familie, Portraits, Pläne, Kunstobjekte und naturwissenschaftliche Instrumente. Vom Herzen Kassels aus strahlt diese Ausstellung auf alle anderen Wirkungsstätten Carls aus, wie die Aue, das Marmorbad oder den Bergpark Wilhelmshöhe. Gebündelt in der Person und dem Wirken Carls wird Kassel so wieder als Zentrum barocker Kultur erlebbar werden.
Neben der MHK-Kassel sind Wissenschaftler des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde und der Philipps-Universität Marburg an der Vorbereitung dieser Ausstellung beteiligt.