Geschichtsverrein Naumburg e.V.

Ausstellung zu den Langsdorfer Verträgen noch bis Anfang Juni geöffnet

P1120442.JPG

Ausstellungseröffnung 18.5.2019
Prof. Dr. Ulrich Ritzerfeld bei der Ausstellungseröffnung

Am 18. Mai konnte mit Prof. Dr. Ulrich Ritzerfeld die Ausstellung im Naumburger Haus des Gastes eröffnet werden (siehe Foto). Literatur zur Erläuterung der Ausstellungstafeln sowie des historischen Ereignisses wird während der Öffnungszeiten angeboten, siehe dazu auch die entsprechende Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt Naumburg.

Bei der Ausstellungseröffnung haben Bürgermeister Stefan Hable und der Vorsitzende des Geschichtsvereins darauf hingewiesen, dass diese Ausstellung zur Vorbereitung auf das 850jährige Stadtjubiläum Naumburgs dient.

Bemerkenswert war an dem Eröffnungsvortrag von Prof. Ritzerfeld vom Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg, dass zahlreiche Adelige aus unserer nordhessischen Region am Zustandekommen der Langsdorfer Verträge im Jahr 1263 mitgewirkt haben. Diese Verträge sind für die weitere Entwicklung Hessens deshalb bedeutsam, weil hier ein Meilenstein der Entwicklung Hessens zu einem eigenständigen Territorium zu sehen ist. Infolge dieser Verträge haben sich Hessen und Thüringen endgültig voneinander getrennt. Eine wichtige Rolle beim Vertragsschluß hatte auf hessischer Seite der Ritter Konrad von Elben, der wie viele andere niederhessische Adelsfamilien an der Seite der Sophie von Brabant stand, um sie bei der Durchsetzung der Erbansprüche auf das ludowingische Erbe zugunsten ihres Sohnes Heinrich (dem späteren ersten hessischen Landgrafen) zu unterstützen.

Hessen-Suche