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Mit seinen aussagekräftigen Blättern und Texten bietet der Hessische Städteatlas Material für die Forschung, für Behörden, Stadtplanung und den Tourismus, für den Unterricht an Schulen und Universitäten sowie für alle Bürgerinnen und Bürger, die an der Geschichte ihres Ortes interessiert sind.

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Collage mit Kartenbeispielen aus dem Hessischen Städteatlas
Beispiele für Karten und Sonderblätter aus den Atlasmappen Dieburg, Arolsen, Bad Orb, Rotenburg, Frankenberg, Limburg, Bad Homburg und Battenberg

Die Basis des Atlaswerkes bilden archivalisch überlieferte, ungedruckte Steuerunterlagen aus dem 19. Jahrhundert. Deren zugehörige Katasterkarten werden für die Edition im Maßstab 1:2.500 im Landesamt umgezeichnet und mit Hilfe der Angaben aus den Grundbüchern koloriert. Sichtbar werden so die Nutzungen von Parzellen, die Flurnamen, die Lage und Größe von Grundstücken, der Verlauf von Straßen und die Verbindung des Ortes mit seinem Umland.

 

Erstmals entsteht durch die Aufbereitung der Quellen das Bild der Stadt vor der Industrialisierung. Das Vorhaben folgt den 1965 von der „Commission International d’Histoire des Villes“ vereinbarten Richtlinien und ist damit Teil eines europäischen Projekts zur vergleichenden Städtegeschichte.

 

Jede Mappe des gedruckten hessischen Städteatlas enthält sechs bis zehn Blätter:

  1. Das Herzstück bildet die mehrfarbige Urkatasterkarte mit dem parzellengenauen Grundriss der Stadt des 19. Jahrhunderts im Maßstab 1:2.500.

  2. Eine mehrfarbige Karte im Maßstab 1:2.500 veranschaulicht auf der Grundlage der Urkatasterkarte die historisch-topographische Entwicklung des Ortes von den ersten fassbaren Spuren bis zum 19. Jahrhundert.

  3. Eine zweigeteilte Übersichtskarte, schwarzweiß und farbig im Maßstab 1:25.000, zeigt in ihrer oberen Hälfte einen Ausschnitt aus einer frühen topographischen Landesaufnahme. Diesem steht in der unteren Hälfte die bearbeitete aktuelle Topographische Karte gegenüber. In fünf Farbstufen wird darin die siedlungstopographische Entwicklung vom 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart aufgezeigt.

  4. Das vierte Blatt bietet eine moderne Stadtkarte in ihrem aktuellen Grundriss auf der Grundlage des „Amtlichen Liegenschaftskataster­informationssystem“ (ALKIS) in Farbe und im Maßstab 1:5.000.

  5. Eine mehrfarbige Übersichtskarte des Bundeslandes Hessen im Maßstab 1:750.000 liefert eine Übersicht über alle bisher bearbeiteten Städte, eine Legende und Quellennachweise zur Urkatasterkarte des 19. Jahrhunderts.

  6. Den Abschluss bilden ein oder mehrere Sonderblätter mit meist farbigen Reproduktion historischer Ortsansichten, Altkarten, Plänen und Zeichnungen, die Aufschlüsse über die Stadtgeschichte bieten.

Ein Textheft enthält einen Abriss der Stadtgeschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart, ausführliche Kommentare, Erläuterungen zu den verwendeten Quellen, zum Aufbau und dem Inhalt der Karten sowie schwarzweiße Abbildungen. Zusätzlich informiert ein Gebäudeverzeichnis über die für die Stadtgeschichte relevanten Bauten.

 

Eine Online-Version des Hessischen Städteatlasses ist über das Landesgeschichtliche Informationssystem LAGIS verfügbar. Für dieses wurden die Gebäudeverzeichnisse zusätzlich datenbankgestützt erfasst, was vielfältige Suchmöglichkeiten eröffnet.