Präsentation digitalisierte Regionalzeitungen aus der Zeit des ersten Weltkrieges

Am 10. April 2018 wurde im Historischen Museum Frankfurt unter dem Titel "Der Blick auf den Krieg - Der Erste Weltkrieg im Spiegel hessischer Zeitungen" vom Hessischen Bibliotheksverbund HeBIS und dem Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde ein neues Web-Angebot präsentiert.

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Startseite www.hwk1.hebis.de
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Ein neues Web-Angebot führt Sie in Politik, Kultur und Alltag der Zeitenwende 1914 – 1918.

Der Erste Weltkrieg erschütterte Europa in seinen Grundfesten und läutete das Ende der europäischen Vorherrschaft in der Welt ein.
Die überregionale Presse war zumeist bereit, sich in ihrer Berichterstattung als Teil einer Kriegspropaganda instrumentalisieren zu lassen. Dagegen wurde das Kriegsgeschehen auf der Ebene der regionalen und lokalen Berichterstattung in differenzierter und bisher kaum erschlossener Weise in seinen Auswirkungen auf das Alltagsleben beschrieben.
Mit ihren Beständen an regionalen Zeitungen verfügen die Hochschul- und Landesbibliotheken in Hessen über ein einmaliges Reservoir an Informationen über die Zeit des Ersten Weltkrieges, das nun in digitalisierter Form zur Verfügung gestellt wird.

Versehen mit einer Förderung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst arbeiteten die Universitäts- und Landesbibliotheken Darmstadt, Fulda und Wiesbaden, die Universitätsbibliotheken Frankfurt am Main, Gießen, Kassel und Marburg sowie das Hessische Bibliotheksinformationssytem (HeBIS) als zentraler Dienstleister an der Digitalisierung und Präsentation dieser Bestände. Es wurden über 120 Regionalzeitungen mit mehr als 500.000 Seiten digitalisiert und in maschinell durchsuchbaren Volltext umgewandelt.

Eine Besonderheit des Projektes ist die in enger Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL) entwickelte Aufbereitung des Materials. Zentrale Themen der Epoche werden in einführenden Kurztexten präsentiert und mit den digitalisierten Originalquellen verknüpft. Verantwortlich hierfür war Isabelle Berens als Kooperationspartnerin von HeBIS und Landesamt.

Neben Sucheinstiegen über die Auswahl einzelner Zeitungstitel, einer Volltext- und einer Datumssuche stehen als Rechercheinstrumente ein Themennavigator, eine redaktionell bearbeitete Zeitleiste und ein Karteninterface zur Verfügung.

Die Digitalisierung des Leitmediums dieser Zeit, der Regionalpresse, ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern einen Blick bis in die lebensweltlichen Details der Zeitenwende 1914 bis 1918. Für die Wissenschaft entsteht ein neuer und wichtiger Pool an Primärmaterial, das bislang nur vor Ort und damit nur mit erheblichem Aufwand einsehbar war.

Downloads: 

Artikel zum Thema aus dem UniReport Nr. 5 der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt